Strom für große Unternehmen
Es mag sein, dass eine Dönerbude für ihren Grill und die Beleuchtung des Gastraums die eine oder andere Kilowatt-Stunde benötigt, doch die wahren Stromfresser sitzen in den großen Unternehmen. Platzhirsche in der Industrie wie BASF, Volkswagen oder Bayer verbrauchen jährlich so viel wie eine deutsche Kleinstadt. Dabei liegt der Gesamtverbrauch im gewerblichen Bereich bei 43 Prozent – die übrigen 57 Prozent sind den privaten Haushalten zuzurechnen.
Es lohnt sich also nicht nur für die Endverbraucher, einen Strompreisvergleich zu machen. Schließlich lässt sich vor allem bei Großunternehmen nur selten das Licht ausmachen. Hier wird im Mehrschichtbetrieb gearbeitet und die Maschinen sind im Dauereinsatz. Durch Sicherheitsauflagen und technische Hintergründe gibt es nur wenige Möglichkeiten, Strom zu sparen. Hier zählt also vor allem der Preis, der in diesen Breitengraden meist direkt mit dem Energieversorger ausgehandelt wird. Dieser „Industriestrom“ ist zumeist deutlich günstiger als im privaten Sektor – schließlich werden hier auch besonders große Mengen durchgeschleust. Dennoch lohnt es sich, jedes Jahr neu über die Preise zu sprechen. Wie heißt es so schön: „Der wahre Gewinn liegt im Einkauf!“
Auch Ökostrom für Großunternehmen erhältlich
Einige Stromanbieter sind mittlerweile soweit, dass sie auch Ökostrom, d.h. Energie aus regenerativen Quellen, für die Industrie anbieten. Hier zählt nicht immer nur der gute Preis, sondern auch das positive Image, das Unternehmen dadurch erhalten. Manche Internetprovider, Transportunternehmen und Automobilhersteller setzen schon zu beinahe hundert Prozent auf Ökostrom – die Mehrkosten haben sie durch die bessere Reputation als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen schnell wieder raus. Es bleibt zu hoffen, dass die Großunternehmen auch für kleine und mittelständische Betriebe ein Vorbild sind – schließlich hängen wir alle am gleichen Netz.
Posted by admin on Mär 20 2011 in News